Beccaria - Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention 2012

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"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen" - Benjamin Franklin |
Seit 2008 bietet der LPR Niedersachsen das Beccaria-Qualifizierungsprogramm an.
Zunehmende fachliche Anforderungen an wirkungsvolle Kriminalprävention lassen die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung kontinuierlich steigen.
Grund genug für den LPR, fundiertes Präventionswissen zu vermitteln: insbesondere Basiswissen in Kriminologie, Kriminalprävention, Projekt- und Qualitätsmanagement.
Module
Das Beccaria-Qualifizierungsprogramm besteht aus vier Modulen:
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| Ziele |
Die Teilnehmenden
- können Kriminologie als wissenschaftliche Disziplin einordnen
- haben Kenntnisse über die Geschichte der Kriminologie erworben
- sind mit Grundbegriffen der Kriminologie vertraut
- haben einen Überblick über die wichtigsten Erklärungsmodelle der Kriminologie
- können Kriminalitätstheorien kritisch betrachten
- kennen die wichtigsten Aspekte zum Ausstieg aus kriminellen Karrieren
- sind befähigt kriminologische Erkenntnisse in der Berufspraxis zu nutzen
- haben einen Überblick über aktuelle Themen der kriminologischen Forschung erhalten
- können kriminalpolitisch relevante Veröffentlichungen fachgerecht einordnen
- kennen die wichtigsten Kriminalstatistiken und können diese interpretieren
- sind in der Lage mit wissenschaftliche Publikationen umzugehen
- haben die Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens (z.B. korrekte Zitierweise) erlernt
- erhalten Kenntnisse über kriminologisch-empirische Forschungsmethoden
- bekommen eine Einführung in Evaluationsforschung
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| Die Inhalte |
- Definition und Abgrenzung der Bereiche Kriminologie, Kriminalistik, Kriminalprävention
- Einblick in forschende Institutionen im Bereich der Kriminologie
- Sozialisation
- Moralentwicklung
- Geschichte der Kriminologie
- Kriminalitätstheorien
- Kriminalitätsentwicklung
- Kriminalität bestimmter Gruppen (z.B. Frauen, Sexualstraftäter)
- Ausstiege aus der Kriminalität
- Kriminalstatistiken
- Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Legalbewährung ("Rückfälligkeit")
- Gewalt im privaten Nahraum
- Besonderheit Sicherungsverwahrung
- Grundlagenforschung und Evaluationsforschung
- Qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung
- Formen der Evaluation
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| Ziele |
Die Teilnehmenden kennen die Grundbegriffe, deren Systematisierung und die grundsätzliche Bedeutung der Kriminalprävention, sind in der Lage, sachkundig an einer kommunalen kriminalpräventiven Netzwerkarbeit mitzuwirken, sind über die wichtigsten Institutionen, Gremien, Strukturen in der Kriminalprävention informiert, haben sich mit ausgewählten Themenfeldern in der Kriminalprävention auseinandergesetzt und aktuelle Programme, Projekte und Forschungsergebnisse kennen gelernt, sind in der Lage, Präventionsmaßnahmen unter Hinzuziehung ihrer Erfahrung und ihres Wissens kritisch zu analysieren und zu bewertenInhalte. |
| Inhalte |
Einführung
Kommunale KriminalpräventionInstitutionen, Gremien, und Strukturen der Kriminalprävention auf Landes- und Bundesebene
Rechtliche Grundlagen der Kriminalprävention
Methodische Grundlagen und ausgewählte Themenfelder der Kriminalprävention, Exemplarische wirkungsorientierte Programme und Projekte |
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| Ziele |
Der / die Teilnehmer/in
- ist in der Lage, Projekte systematisch und nachvollziehbar zu planen, durchzuführen und zu überprüfen (Problem beschreiben, Entstehungsbedingungen analysieren, Projektzielbestimmungen vornehmen, Zielgruppen bestimmen, Indikatoren zur Messung der Zielerreichung festlegen, geeignete Maßnahmen für die Zielerreichung auswählen)
- ist in der Lage, einen Projektstrukturplan, einen Ressourcenplan, Ablaufpläne zu erstellen und ein Projekttagebuch zu führen
- kennt grundlegende Methoden zur Messung des Projekterfolges (z.B. Befragung, Beobachtung; Inhaltsanalyse)
- kennt die verschiedenen Evaluationstypen (formative, Prozessevaluation, Wirkungsevaluation) und die Grundzüge einer Evaluation (Selbstevaluation, Fremdevaluation, Mischformen)
- kennt die unterschiedlichen Evaluationsmethoden
- kann einen Fragebogen konstruieren (z.B. mittels GrafStat)
- beherrscht Methoden der Qualitätssicherung und Selbstevaluation
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| Inhalte |
Methoden der Qualitätssicherung und Selbstevaluation
Beccaria-Standards
Projektvorbereitung
Projektkonzeption
Projektüberprüfung
Analyse von Problemlagen
Zielbestimmung
Messung des Projekterfolgs
Meilensteine
Projektstrukturplan
Ressourcenplan
Ablaufpläne
Monitoring
Projekttagebücher
Stärke-Schwächen-Analyse
Evaluationsformen und Evaluationstypen
Evaluationsmethoden
Dokumentation und Überprüfung von Projekten
Projektabschluss |
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| Ziele |
Der / die Teilnehmer/in
ist in der Lage, das gewonnene Wissen (Kriminologie, Kriminalprävention und Projektmanagement) praktisch anzuwenden |
| Inhalte |
In Arbeitsgruppen bilden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Handlungskonzept zu einem kriminalpräventiven Thema. Das Konzept soll sich:a.) auf ein Problem beziehen, zu dem bereits in der Vergangenheit gearbeitet worden ist.b.) auf ein aktuelles Problem oder aberc.) auf ein fiktives Problem. |
Kompetenzziele
Die Teilnehmenden sind qualifiziert,
- kriminologische Theorien und empirische Untersuchungen kritisch zu bewerten.
- Präventionsprojekte unter Hinzuziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten zu entwickeln sowie umzusetzen.
- Methoden des Projektmanagements anzuwenden.
- gewonnenes Wissen praktisch anzuwenden.
Zertifikat
Nach Absolvierung aller vier Module wird das Zertifikat "Fachkraft für Kriminalprävention" verliehen. Bei Belegung einzelner Module erhalten die Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung.
Ansprechpartnerin
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Dr. Anja Meyer
Telefon: ++49-511-1205261
E-Mail |
Download (Flyer)
Flyer der letzten Jahre