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Qualitätsmanagement in der Kriminalprävention
 

Prevention of and Fight Against Crime 2007 With financial support from the Prevention of and  Fight Against Crime Programme European Commission – Directorate- General Justice, Freedom and Security
Prevention of and
Fight Against Crime 2007

With the financial support from the Prevention of and Fight against Crime Programme of the European Union European Commission - Directorate-General Home Affairs

Systemische Jugendgewaltprävention

JugendgewaltpräventionTitel: Systemische Jugendgewaltprävention. Ein Leitfaden zur Planung und Umsetzung von maßgeschneiderten Maßnahmen der Jugendgewaltprävention

Autor(en): Erstellt von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Erscheinungsjahr: 2010

Sprache(n): Deutsch, Englisch, Spanisch


Inhalt

Worum geht es bei dem Tool:
Armut, Perspektivlosigkeit sowie soziale, ökonomische und politische Marginalisierung sind strukturelle Konfliktursachen und beherrschen den Alltag zahlreicher junger Menschen. Frustration und Bereitschaft zu Gewalt und Kriminalität können Folgen sein. Oft werden  Kinder und Jugendliche nicht nur zu Opfern, sondern auch zu Tätern von Gewalt. Die Gewaltbereitschaft Jugendlicher und die Auswirkungen sozialer Gewaltphänomene werden zunehmend zu Herausforderungen in der Arbeit in anderen Bereichen, z.B.  Bildung und Gesundheit.
Jugendgewalt ist allerdings ein zu komplexes Phänomen, um aus einer einseitigen Perspektive nachhaltig bekämpft werden zu können. Wirksame Strategien folgen einem systemischen Ansatz, stützen sich auf vernetztes Denken und Handeln und bringen Akteure aus verschiedenen Sektoren und administrativen Ebenen zusammen, um gemeinsam an den kontextspezifischen Ursachen von Jugendgewalt zu arbeiten.
Dieser Tatsache wird der Leitfaden, der Planung, Umsetzung und Monitoring von Jugendgewaltpräventionsmaßnahmen unterstützt, gerecht: Er ist auf die Inklusion unterschiedlicher Akteure im jeweiligen Kontext relevanter Sektoren ausgerichtet und auf mehreren Ebenen anwendbar. Der/die Jugendliche wird hierbei als zentraler Baustein eines Systems begriffen, welches sein/ihr Verhalten positiv wie negativ beeinflusst. Darum werden die wichtigsten Akteure, die das Umfeld prägen – von Eltern, Lehrern, Polizisten oder Sozialarbeitern über Kommunalverwaltungen und Ministerien – zu Partnern und Zielgruppe der geplanten Präventionsmaßnahme. Durch die konsequente Anwendung des Leitfadens entwickelt sich so ein systemischer Ansatz der Jugendgewaltprävention, der die Entwicklungspotentiale junger Menschen sichert.

Was beinhaltet das Tool:
Auf der Basis einer detaillierten Ursachenanalyse werden gemeinsam mit den relevanten Schlüsselakteuren Schritt für Schritt Aktivitäten geplant, die zu einer direkten oder indirekten Verbesserung der Lebensverhältnisse der Jugendlichen führen. Durch die geplanten Aktivitäten wird so dem Entstehen von Jugendgewalt vorgebeugt und werden Alternativen zu gewalttätigem Verhalten aufgezeigt. Der Leitfaden umfasst neben Hintergrundinformationen zum Thema Jugendgewalt zwei Workshopkonzepte zur kontextspezifischen Analyse von Ursachen, Umfang und Folgen von Jugendgewalt bzw. zur Planung von maßgeschneiderten Präventionsmaßnahmen. Ergänzt werden die Konzepte durch eine exemplarische Sammlung von bereits erfolgreich erprobten Ansätzen und Methoden zur Prävention von Jugendgewalt, die erste Anregungen geben sollen.

Wer kann das Tool nutzen:

  • Vorhaben der staatlichen und nichtstaatlichen Entwicklungszusammenarbeit aus allen Sektoren, um neue Präventionsmaßnahmen zu gestalten, laufende Vorhaben und Komponenten auf Jugendgewalt auszurichten oder Partner zu beraten.
  • Kommunale bzw. nationale Regierungsberater oder -vertreter sowie Nichtregierungsorganisationen (NRO), um Präventionsmaßnahmen zu planen oder um einen Präventionsrat einzurichten.
  • Entwickler, Akteure und andere Verantwortungsträger in der Kriminalprävention, ebenso wie wissenschaftliche Experten, Gutachter, Auftrag- und Geldgeber (bei Projektanträgen)

Was bringt das Tool:
Mit Hilfe des Leitfadens können kontextspezifische Maßnahmen zur Prävention und Reduktion von Jugendgewalt geplant werden. Darüber hinaus ist er dafür geeignet laufende Maßnahmen, Projekte oder Vorhaben der Entwicklungszusammenarbeit auf das Phänomen Jugendgewalt auszurichten. Zusätzlich kann der Leitfaden als Beratungsstrategie für Partner dienen.

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Systemische Jugendgewaltprävention